Eine Beschreibung der wichtigsten Gräser

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Für einen Rasen der qualitativ geeignet sein soll, sind die erste Voraussetzung geeignete Rasengräser. Durch die züchterische Arbeit die innerhalb vieler Jahre betrieben wurde, führte dazu, dass inzwischen rund 300 Arten zur Nutzung auf dem Rasen angemeldet sind.
Bei der Auswahl ist es wichtig, dass die entsprechenden Gräser im richtigen Verhältnis in den Mischungen vorkommen.
Die Anzahl der Arten an Gräsern für einen Park oder Landschaftsgarten ist sehr groß, doch für Rasenflächen wie Zierrasen, Hausrasen oder Sportrasen sind nur wenige züchterisch bearbeitet und geeignet.

Sämtliche Rasengräser gehörten der Art der Süßgräser an. In Aussehen und im Bau gibt es Unterschiede, so hat jede Art ihre eigenen typischen Merkmale, durch die eine Bestimmung möglich wird. Im ganz groben ist es möglich, die Gräser nach der Form ihres Wuchses einzuteilen.

Es gibt gute Bestimmungsschlüssel um die einzelnen Gräserarten sicher definieren zu können.

Zu den wichtigsten Gräserarten gehören:
Lägerrispe, Wiesenrispe, Deutsches Weidegras, Rotschwingel, Schafschwingel, Rohrschwingel, Rasenschmiele, Flechtstraußgras und Rotes Straußgras.
Zu den Eigenschaften der Lägerrispe gehören die hellgrüne Winterfärbung, sowie das kurze, helle und breite Blatt. Auch bei einem regelmäßigen Schnitt weist dieses Gras eine sehr gute Schattenverträglichkeit auf. Es ist schnittverträglich (das betrifft auch den Tiefschnitt) und kann stark belastet werden. Was die Pflege betrifft, so hat die Lägerrispe einen hohen Bedarf an Wasser und Nährstoffen. Gegenüber Schneeschimmel ist sie anfällig besitzt eine mäßige Scherfestigkeit und bildet oberirdische Ausläufer. Anwendung findet sie hauptsächlich als Sportrasen.

Die Wiesenrispe tritt sowohl mit breit- als auch mit feinblättrigen Sorten auf, die sogenannte Rhizome, also unterirdische Ausläufer aufweisen. Eingesetzt wird sie teilweise auf Gebrauchsrasen, hauptsächlich jedoch als Strapazierrasen. Der Wasserbedarf dieses Grases kann im mittleren Bereich eingeordnet werden, dafür ist jedoch der Nähstoffbedarf sehr hoch. Die Wiesenrispe ist belastbar und schnittverträglich, sie keimt nur langsam.
Das Deutsche Weidegrs ist auf der Unterseite der Blätter glänzend und zählt als Horstgras. Es handelt sich hierbei um das für Sportplätze, als auch für Strapazierrasen, wichtigste Gras. Die Ansprüche in Bezug auf Wasser- und Nährstoffbedarf sind sehr hoch. Es weist ein optimales Regenerationsvermögen, sowie einen schnellen Auflauf aus. Es kann sehr stark belastet werden und ist zudem schnittverträglich. Jedoch besitzt es eine gewisse Anfälligkeit auf Fäulniskrankheiten.

Bei dem Rotschwingel handelt es sich um einen Sammelbegriff für die drei Unterarten Ausläufer-Rotschwingel, Kurzausläufer-Rotschwingel und Horst-Rotschwingel. Für den Gebrauchsrasen ist es das wichtigste Gras, es eignet sich aber ebenso als für den Zierrasen. Die Blätter des Grases sind borstenartig, die Feuchtigkeits- und Nährstoffansprüche sind sehr gering. Man kann es jedoch auch kaum belasten. Die Schnittverträglichkeit des Rotschwingels ist sehr gut und die meisten Unterarten eignen sich sogar für den Tiefschnitt.
Auch der Schafschwingel ist lediglich ein Sammelbegriff für mehrere Unterarten, wie zu Beispiel den Feinblättrigen Schwingel, den Härtlichen Schafschwingel und den Gemeinen Schafschwingel. Hierbei handelt es um ein niederwachsendes typisches Horstgras, das außerdem borstenartige Blätter besitzt. Wasser- und Nährstoffbedarf sind sehr gering. Es ist nur wenig belastbar, dafür aber schnittfest.
Der Rohrschwingel eignet sich für den Gebrauchsrasen, es handelt sich dabei um ein Trockenheit-verträgliches und grobes Horstgras. Die Ansprüche an die Nährstoffe sind weder gering noch sehr hoch es kann mäßig belastet werden und ist sehr schnittverträglich.
Schmale und dunkelgrüne Blätter besitzt die Rasenschmiele, die sich somit für den Gebrauchs- und Zierrasen eignet. Mäßig belastbar aber schnittverträglich sind ihre Feuchte- und Nährstoffansprüche im mittleren Bereich einzuordnen.
Oberirdische Ausläufer, sowie in der Regel etwas helle und feine Blätter sind die Merkmale des Flechtstraußgrases. Hauptsächlich verwendet man dieses auf Golfgreens und auf Zierrasen. Der Wasser- sowie der Nährstoffbedarf sind recht hoch, was dazu führt das diese Grasart stark belastet werden kann und außerdem am tiefschnittverträglichsten ist. Die Winterfärbung ist nicht besonders schön und das Gras ist für Fäulniskrankheiten, wie beispielsweise dem Schneeschimmel, sehr anfällig.
Für den Gebrauchs- und Zierrasen eignet sich letztendlich auch das Rote Straußgras, welches hell und feinblättrig ist und zu den schon früh gezüchteten Gräserarten gehört. Wasser- und Nährstoffbedarf sind nicht sonderlich hoch, es kann etwas belastet werden und gilt als schnittfest. Die Färbung im Winter ist nicht sehr attraktiv.


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